Die Bezirksregierung Köln strebt eine Renaturierung der Sieg an. Laut Erläuterungsbericht der ARGE Wasser ist eine Deichrückverlegung nicht vorgesehen. Durch die geplanten Baumaßnahmen wird jedoch eine Dynamisierung des Gewässers insgesamt angestrebt. Bei Durchführung der geplanten Maßnahmen soll eine umfassende Berücksichtigung der Naherholung und sonstigen Nutzungen erfolgen, aktive Erholungsmöglichkeiten im Bereich der Siegfähre unverändert erhalten bleiben.

Im Bericht ist hierzu die seit Jahrzehnten übliche Nutzung des flachen Uferbereichs an der Siegfähre durch Familien und Kinder aber nicht aufgeführt, ebenso fehlen Hinweise auf die Nutzung als Ausstiegsstelle durch Kanuten. Im Mündungsbereich soll stattdessen durch Laufaufweitung der Sieg eine größere Strömungsvielfalt erzielt werden.

Die strömungsberuhigten Uferbereiche oberhalb der Mühlengraben-Einmündung werden von verschiedenen Fischarten wie Steinbeißer, Moderlieschen, Schmerle oder Elritze zum Laichen genutzt. Bei Entnahme der Wasserbausteine der Ufersicherungen und Dynamisierung der Strömung sind solche Laichgründe ggf. gefährdet. Im Bericht werden zwar in der artenschutzrechtlichen Stellungnahme mögliche Auswirkungen auf Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien sowie Schmetterlinge und Libellen untersucht, nicht jedoch Auswirkungen auf den Fischbestand.

Aus diesem Grund haben wir entsprechende Anfragen an den Rat der Stadt Troisdorf gestellt, uns mit Bürgerinitiativen kurzgeschlossen und werden das Vorhaben auch weiterhin aufmerksame und kritisch begleiten. Denn am meisten nützt der Natur, wenn wir möglichst viele Menschen für sie begeistern. Und nicht, indem wir sie möglichst davon fernhalten.

Siegniederung

Siegniederung

 

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